PD Dr. Stefan Matter
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Geb. 1976; naturwiss.-math. Matura 1996; Studium der Germanischen Philologie, Neueren deutschen Literatur, Geschichte des Mittelalters und Kunstgeschichte des Mittelalters an der Universität Freiburg Schweiz; Lizentiat 2002 mit der als Aufsatz publizierten Arbeit ,Neidhart und die Bienen. Überlegungen zu Text- und Bildtradition des Fassschwankes‘ (ausgezeichnet mit dem Prix Art Focus Junior 2003); 2004/2005 SNF-Stipendium für einen Forschungsaufenthalt an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München; Promotion 2006 mit einer Arbeit über den Zusammenhang von Text- und Bildproduktion bei den frühen Nazarenern; 2007/2008 Projektassistenz im Zusammenhang der Ausstellung ,Karl der Kühne‘ am Bernischen Historischen Museum; seit 2008 Dr. Ass. an der Universität Freiburg Schweiz; 2011 Habilitation mit einer Arbeit zu Minnereden und Minnebildern (ausgezeichnet mit dem Zeno Karl Schindler/SAGG Award for Research in German Literature 2012); 2012–2015 Stipendium für fortgeschrittene Forschende des SNF mit dem Projekt ,Literatur und Gebet. Mittelhochdeutsche Tagzeitentexte im Spannungsfeld von Liturgie, privater Andacht und Kunstanspruch‘ für einen Aufenthalt in Oxford, Tübingen und Bern; Wintersemester 2012/2013 GLITEMA Visiting Scholar an der Universität Bremen; 2013/2014 Lehraufträge an der Universität Tübingen, 2014/2015 an der Universität Bern; Wintersemester 2014/2015 Gastprofessur an der Universität Wien im Rahmen des UNESCO-Projektes ,650 Jahre Sprach- und Textkulturen‘.

Publikationen:
  • Lesevorgänge. Prozesse des Erkennens in mittelalterlichen Texten, Bildern und Handschriften, hg. v. E. C. Lutz, M. Backes u. St. Matter (Medienwandel – Medienwechesel – Medienwissen 11), Zürich 2010;
  • Reden von der Minne. Untersuchungen zu Spielformen literarischer Bildung zwischen verbaler und visueller Vergegenwärtigung anhand von Minnereden und Minnebildern des deutschsprachigen Spätmittelalters (Bibliotheca Germanica 59), Tübingen/Basel 2013 (Habilitationsschrift Freiburg/Schweiz 2011);
  • Neidhart und die Bienen. Überlegungen zu Text- und Bildtradition des Fassschwankes, in: Literatur und Wandmalerei II. Konventionalität und Konversation, hg. v. E. C. Lutz, J. Thali u. R. Wetzel, Tübingen 2005, S. 435–455;
  • Sordiditas est sus. Zur Bedeutung des Teufelsschweins im Weltgericht des Westportals von St. Nikolaus in Freiburg i.Ue., in: Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 63 (2006), S. 261–276;
  • Paroles de murs. Peinture murale, littérature et histoire au Moyen Âge – Sprechende Wände. Wandmalerei, Literatur und Geschichte im Mittelalter, sous la direction de E. C. Lutz et D. Rigaux en coll. avec St. Matter (Les cahiers du CRHIPA 10), Grenoble 2007;
  • Minne – Spiel – Gespräch. Überlegungen zu einer Minne-Gesprächskultur des späteren Mittelalters ausgehend vom ,Nürnberger Spieleteppich‘, in: Der ,Nürnberger Spieleteppich‘ im Kontext profaner Wanddekoration um 1400. Beiträge des internationalen Symposions am 30./31.10. 2008 im Germanischen Nationalmuseum, hg. v. J. Zander-Seidel (Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 29), Nürnberg 2010, S. 75–89;
  • Jacob Klingner und Ludger Lieb, Handbuch Minnereden, mit Beiträgen von Iulia-Emilia Dorobantu, Stefan Matter, Martin Muschick, Melitta Rheinheimer und Clara Strijbosch, Bd. 1–2, Berlin/New York 2012;
  • Die Vermittlung theologischen Wissens im Umfeld von Stephan Fridolins ,Schatzbehalter‘. Zugleich ein Beitrag zur Rezeption des Traktats ,Ars et modus contemplativae vitae‘, in: Diagramm und Text. Diagrammatische Strukturen und die Dynamisierung von Wissen und Erfahrung. Überstorfer Colloquium 2012, hg. v. E. C. Lutz, V. Jerjen und Ch. Putzo, Wiesbaden 2014, S. 209–240;
  • Konversationsstücke des 15. Jahrhunderts. Überlegungen zu einigen Minnegarten-Stichen um Meister E.S. vor dem Hintergrund literarischer Minnediskurse der Zeit, in: Peiraikos' Erben. Die Genese der Genremalerei bis 1550, hg. von Birgit Ulrike Münch und Jürgen Müller unter Mitarbeit von Elsa Oßwald (Trierer Beiträge zu den Historischen Kulturwissenschaften 14), Wiesbaden 2015, S. 337–357 mit Taf. 26/27;
  • Ein Theologe interpretiert profane Wandmalereien. Heinrichs von Langenstein 'Epistola de contemptu mundi' an Graf Johann von Eberstein, in: Oxford German Studies 44 (2015), S. 325–351.
Forschungsschwerpunkte:

Hoch- und spätmittelalterliche Literatur; Minnereden und Minnebilder; Intermedialität; Überlieferungsgeschichte; Festkultur; spätmittelalterliche Laienfrömmigkeit.