E-codices (Virtual Manuscript Library of Switzerland)
 
Direction du projet: Prof. Dr. Christoph Flüeler
MitarbeiterInnen: Torsten Schassan, Urs Baumann, Ramona Fritschi, Roberta Padlina, Maria Widmer, Anne Marie Austenfeld, Marina Bernasconi Reusser.
Laufzeit: seit 2005
www.e-codices.unifr.ch

Seit 2005 präsentiert "e-codices" als virtuelle Handschriftenbibliothek der Schweiz mittelalterliche und ausgewählte neuzeitliche Handschriften aus Schweizer Beständen auf dem Internet. Die hochwertige Präsentation der Metadaten und die hohe Bildqualität machen "e-codices" zu einem allgemein anerkannten wichtigen Forschungsinstrument. Das Projekt wird vom Mediävistischen Institut der Universität Freiburg koordiniert. Zurzeit sind bereits über 1'100 der rund 7'300 mittelalterlichen Handschriften der Schweiz online (Stand April 2014). Sie stammen aus den Beständen von 42 Bibliotheken. Das Projekt stößt international auf sehr großes Interesse und wird von Stiftungen wie der amerikanischen Andrew W. Mellon Foundation gefördert. "e-codices" ist frei zugänglich (Open Access). Das Ziel besteht darin, die Position als Kompetenzzentrum für digitalisierte Handschriften zu konsolidieren und in absehbarer Zeit den gesamten Bestand der mittelalterlichen Handschriften und eine Auswahl der neuzeitlichen Handschriften der Schweiz online zu erschließen. www.e-codices.unifr.ch.

Codices Fuldenses Helvetiae


Leitung: Dr. Ueli Dill, Universitätsbiblitohek Basel, Prof. Dr. Christoph Flüeler, Johannes Staub, Theologische Fakultät Fulda
Finanziert durch: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)
Beginn: Dezember 2013

Die bis in die Zeit des Humanismus berühmte frühmittelalterliche Bibliothek Fuldas wurde im 30-jährigen Krieg fast vollständig zerstört. Noch im 16. Jh. gelangte eine Anzahl Fuldaer Codices in die Schweiz, um dort in Basel als Vorlagen für Druckausgaben zu dienen. Da einige von ihnen nicht zurückkehrten, findet sich in der Schweiz, insbesondere in Basel, eine der größten Gruppen erhaltener Fuldaer Handschriften und Fragmente. Darüber hinaus bewahren mehrere Schweizer Sammlungen Erzeugnisse des Fuldaer Skriptoriums auf, deren Überlieferungsweg sich nicht immer nachvollziehen lässt. Das Kooperationsprojekt von "e-codices" mit dem Institut Bibliotheca Fuldensis, wird die Fuldaer Handschriften der Schweiz digital verfügbar machen, um so der Erforschung von Skriptorium und Bibliothek neue Impulse zu geben.

Kompetenzzentrum für Schweizer Handschriften und digitale Handschriftenforschung im Rahmen von "e-codices"

Laufzeit: Januar 2013 – Dezember 2016
Finanziert durch: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)

Im Rahmen des SUK Programms P-2: "Wissenschaftliche Information: Zugang, Verarbeitung und Speicherung" wird die Schweizerische Rektorenkonferenz "e-codices" während der nächsten vier Jahre unterstützen und helfen, ein schweizerisches Kompetenzzentrum aufzubauen. Das Gesamtprojekt wird sich aus verschiedenen Teilprojekten zusammensetzen, u. a. "Call for collaboration 2013" und "Call for collaboration 2015", "Hidden collection 2014" und "Hidden collection 2016", "Autographe von Jean-Jacques Rousseau". Das Gesamtprojekt unterstützt auch die Weiterentwicklung der Webanwendung "e-codices v2.0", die im Laufe des Jahres 2014 online gehen soll.
www.e-codices.unifr.ch/de/list/subproject/crus

Call for collaboration 2013
Im Rahmen von "e-codices" (Teilprojekt des Kompetenzzentrums)


Beginn: Januar 2013
Finanziert durch: Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS)

Mitte Januar 2013 hat "e-codices" den 2. "Call for Collaboration" veröffentlicht. Der gemeinsam mit den schweizerischen Partnerbibliotheken publizierte Call rief die Forscher erneut auf, schweizerische Handschriften zur Digitalisierung vorzuschlagen. Wie schon beim ersten Aufruf war das Interesse der internationalen Handschriftenforschung enorm gross. Es wurden deutlich mehr Gesuche eingereicht als beim ersten Aufruf im Juni 2009. Die Anzahl Forscher, die Anträge einreichten, ist von 33 auf 55 angestiegen. Viele Forscher haben gleich mehrere Handschriften vorgeschlagen, so dass nicht weniger als 134 einzelne Anträge gestellt wurden. Vor drei Jahren waren es noch insgesamt 97 Anträge.
Insgesamt wurden Handschriften aus 22 Sammlungen vorgeschlagen, darunter auch einige schweizerische Handschriften, die heute in ausländischen Bibliotheken aufbewahrt werden und auch eine neu entdeckte und bisher vollständig unbekannte Handschrift aus einer privaten Sammlung in Genf.
www.e-codices.unifr.ch/de/list/subproject/call2013

Digitalisierung der Antiphonare des Kapitels St. Nikolaus, Freiburg

Beginn: September 2012
Kofinanziert durch: Kapitel St. Nikolaus, Freiburg

Antiphonare sind liturgische Handschriften mit gregorianischen Gesängen, die das Stundengebet festhalten, wie es im Mittelalter von den Mönchen und den Chorherren an Dom- und Kollegiatstiften begangen wurde. Die einzelnen Stundengebete bestanden aus einer Psalmenrezitation, verbunden durch Antiphonen, einer Lesung, einem Hymnus und einem Gebet. Die Antiphonare von St. Nikolaus (8 Bände) wurden in den Jahren 1509–1517 für das neugegründete Chorherrenstift St. Nikolaus in Freiburg hergestellt und gehören zu den schönsten Beispielen ihrer Art aus der spätmittelalterlichen Schweiz. Sie bestehen aus zwei Spielen von je vier Bänden, die von beiden Seiten des Chorgestühls aus sichtbar aufgestellt wurden. Zum 500jährigen Jubiläum des Kapitels werden die acht Bände digitalisiert und auf "e-codices" bereitgestellt. Die Antiphonare konnten dank der "4 Pfeiler der Freiburger Wirtschaft" (Groupe E, BCF, ECAB und TPF) digitalisiert werden.
www.e-codices.unifr.ch/de/list/subproject/antiphonaries_fr

Autographe von Jean-Jacques Rousseau
Im Rahmen von e-codices

Beginn: April 2014
Finanziert durch: CRUS – Rektorenkonferenz der Schweizer UniversitätenTexte

Die Autographe von Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) werden an verschiedenen Orten aufbewahrt. Wenn Rousseau einen Wohnort wechselte, hinterliess er häufig seine Papiere einem engen Freund, so zum Beispiel Pierre-Alexandre DuPeyrou, der eine umfangreiche Sammlung an wichtigen Werken und Arbeitsheften später der Bibliothek in Neuchâtel, der heutigen Bibliothèque publique et universitaire vermachte. Andere Autographe befinden sich in der Bibliothèque de Genève, die Rousseau seinem Genfer Freund und Herausgeber Paul Moultou überliess. Autographe finden sich aber auch im Ausland: in der Bibliothèque de l'Assemblée nationale, der Bibliothèque nationale de France, im Musée Rousseau von Montmorency oder in der Morgan Library & Museum in New York.
Die Bibliothèque publique et universitaire de Neuchâtel veröffentlicht als erstes "Les Rêveries du promeneur solitaire" und den "Dictionnaire de Musique" in einem neuen Teilprojekt, das sich den Autographen von Jean-Jacques Rousseau widmet. Ziel ist es, ein gemeinsames und koordiniertes Netzwerk für die Autographe von Jean-Jacques Rousseau zu schaffen.