Spezialisierungszeugnis

Das Reglement wird zur Zeit überarbeitet und den Vorgaben der Bologna Reform angepasst. Weitere Informationen dazu auf Anfrage.

Reglement für das Spezialisierungszeugnis in Mediävistik

Allgemeine Bestimmungen

Die Philosophische Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz) verleiht Kandidaten, welche die Bestimmungen des vorliegenden Reglementes erfüllen, unter der Bezeichnung "Spezialisierungszeugnis in Mediävistik" ein Diplom über eine postgraduale, interdisziplinäre Zusatzausbildung im Fächerbereich der Mediävistik. Das Spezialisierungszeugnis ist konzipiert für Absolventen und Absolventinnen eines Lizentiatsstudienganges (oder Personen mit einer als gleichwertig angesehenen Qualifikation), namentlich für Absolventen und Absolventinnen anderer Universitäten der Schweiz oder des Auslandes, die ihre ursprüngliche Ausbildung vervollkommnen wollen. Das Kursprogramm untersteht der wissenschaftlichen Leitung des Institutsrates des Mediävistischen Instituts der Universität Freiburg.

Zulassung

Zum Kursprogramm können zugelassen werden Absolventen und Absolventinnen eines Lizentiatsstudienganges oder Personen mit einer entsprechenden Qualifikation, die vom Institutsrat als mit dem Lizentiatsexamen gleichwertig erachtet wird. Die Bewerber und Bewerberinnen reichen dem Institutsrat ein Dossier ein, in dem sie ihre Bewerbung begründen. Über die Zulassung entscheidet der Institutsrat. Wer zugelassen ist, muss sich als immatrikulierter Studierender oder immatrikulierte Studierende an der Universität einschreiben.

Das Kursprogramm

Das Kursprogramm dauert ein Studienjahr. Im Wintersemester nimmt der Kandidat oder die Kandidatin an Lehrveranstaltungen von mindestens zehn Wochenstunden (davon mindestens vier Stunden Seminare) in den Fächern des Mediävistischen Instituts teil. Diese Fächer sind: Historische Hilfswissenschaften, Geschichte des Mittelalters, Kunstgeschichte des Mittelalters, Germanische Philologie, Romanische Philologie und Mittelalterliche Philosophie. Sechs der zehn Pflichtstunden des Wintersemesters sind in Fächern zu belegen, die nicht bereits als Hauptfach für das Lizentiat gewählt worden waren. Die Verbindung des Kursprogramms mit der Teilnahme an einem 3e Cycle Romand ist möglich und erwünscht. Diese Veranstaltung kann mit bis zu vier Stunden auf die Pflichtstundenzahl angerechnet werden. Der Besuch von Lehrveranstaltungen in beiden Sprachen (Deutsch und Französisch) wird empfohlen und gegebenenfalls im Diplom erwähnt. Im Sommersemester verfasst der Kandidat oder die Kandidatin eine wissenschaftliche Arbeit unter der Leitung eines Professors oder einer Professorin und nimmt regelmässig an speziellen Forschungskolloquien teil.

Prüfungen

Der Kandidat oder die Kandidatin hat Bescheinigungen über die Teilnahme an mindestens zwei Seminaren zu erwerben. Die wissenschaftliche Arbeit ist Gegenstand einer Verteidigung. Sie wird von einer Jury beurteilt, welcher der Professor oder die Professorin, der bzw. die die Arbeit geleitet hat, sowie ein Dozent oder eine Dozentin aus einem anderen Fach des Kursprogramms angehören. Die Beurteilung richtet sich nach der Notenskala der Fakultät. Die wissenschaftliche Arbeit muss der Jury spätestens am 1. Oktober nach dem Ende des Kursprogramms eingereicht und während der Herbstsession verteidigt werden. Wenn die wissenschaftliche Arbeit als ungenügend beurteilt wird, kann der Kandidat oder die Kandidatin sie ein zweites Mal einreichen, spätestens zur nächsten Prüfungsperiode.

Genehmigt durch die Philosophische Fakultät der Universität Freiburg (Schweiz) am 3. November 1994.