Die Intellekttheorie im 13. Jahrhundert: Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Siger von Brabant zwischen Aristotelesrezeption, Monopsychismus und dem Mythos des "lateinischen Averroismus"

Projet de recherche sous la direction du Prof. Dr. Tiziana Suarez-Nani

Collaboratrice: Bettina Maria Kreissl

Description du projet:

Das Forschungsprojekt will einen Beitrag zur Hinterfragung des "lateinischen Averroismus" als Etikette innerhalb der Thematik der Intellekttheorien der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts liefern: dabei werden die Aristoteles-Rezeption bei Albertus Magnus, Thomas von Aquin und Siger von Brabant und die darauffolgende Debatte zwischen diesen Denkern, sowie die Einflüsse der Kirchlichen Verurteilungen des 13. Jahrhunderts (von 1270 und 1277) untersucht. Aufgrund der Methode einer textuellen und kontextuellen Analyse soll in einem ersten Schritt die Textgrundlage genauer untersucht werden, um die verschiedenen Thesen der Diskussion, sowie deren kulturellen Kontext, präzis wiederzugeben, was schliesslich zu einer Revidierung der traditionellen historiographischen Schemata führen soll.

Da nur wenige Texte dieser Auseinandersetzung auf Deutsch übersetzt sind, wird in einem zweiten Schritt eine Übersetzung mit Kommentar je eines Textes der Exponenten des 'Averroistenstreites', nämlich De anima intellectiva von Siger von Brabant und De unitate intellectus von Thomas von Aquin vorgelegt werden.

Im Rahmen dieses Projekts erarbeitet Frau B. M. Kreissl ihre Doktorarbeit.