Freiburger Colloquium 2012

Papst Johannes XXII: Voraussetzungen und Wirkungen seines Pontifikats

 

26. – 28. März 2012

 
   

Das Mediävistische Institut der Universität Freiburg (Schweiz) organisiert alle zwei Jahre ein interdisziplinäres Kolloquium, bei dem Forscher und Spezialisten zusammen gebracht werden, um sich mit einem bestimmten mediävistischen Forschungsthema zu beschäftigen. Das nächste "Freiburger Colloquium" findet im März 2012 zum Thema "Papst Johannes XXII.: Voraussetzungen und Wirkungen seines Pontifikats" statt.

Trotz der grossen Bedeutung dieses Papstes ist die Forschung über ihn defizitär. Eine Monographie zu ihm gibt es nicht. Eine nicht geringe Anzahl von Monographien und von Aufsätzen beleuchten Teilaspekte seines Wirkens, ohne dass ein Gesamtbild über ihn vorhanden wäre. Die grosse Fülle an Handlungsfeldern, von Einflüssen, von Wirkungen, von Gegnerschaften macht es offensichtlich schwer, eine zusammenführende Darstellung zu präsentieren. Mehr noch als andere Päpste ist Johannes XXII. zum kontroversen Objekt der mediävistischen Forschung geworden.

Auf dem Kolloqium sollen deshalb die in den letzten Jahren entwickelten Konzepte von Kommunikationsformen, Netzwerkbildungen, Raumerfassungen, Verfahrensmodi, Rechtsansprüchen, theologischen Innovationen und politischen Ambitionen erarbeitet werden, die das mittelalterliche Papsttum als Institution kennzeichneten und somit von einer biographisch orientierten Sichtweise abheben. Untersucht werden sollen vor allem Strukturmerkmale des Pontifikates Johannes' XXII.

Das Kolloquium versucht einen Dialog zwischen den folgenden Disziplinen zu fördern: Geschichte, Philosophie, Kirchengeschichte, Theologie, Rechtsgeschichte, Kunstgeschichte, Politik und Kirchenpolitik.

Die Organisation des Kolloquiums obliegt dem Direktor des Mediävistischen Instituts Prof. Dr. Hans-Joachim Schmidt und dem Geschäftsführer Martin Rohde. Für das Kolloquium wurden 17 internationale SpezialistInnen ausgewählt, die verschiedene Fachbereiche der Mediävistik abdecken und vorzugsweise mit interdisziplinärem Ansatz arbeiten.

Wie bei den "Freiburger Colloquien" des Mediävistischen Instituts üblich, werden die Ergebnisse des Treffens in der Institutsreihe "Scrinium Friburgense" veröffentlicht. Diese Reihe erscheint beim Walter de Gruyter Verlag (Berlin/Boston).